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Forschungsprojekte

Nachfolgend findet sich eine Übersicht zu Forschungsprojekten aus den Bereichen Deutsch als Zweitsprache und Spracherwerb.
Die Anordnung der Projekte entspricht ihrem Eingang (d.h. die neueste Bekanntgabe findet sich zuoberst).

Eine ausführlichere Form der Synopse mit strukturellen und methodisch-inhaltichen Projektbeschreibungen steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

 

Projekttitel und Grundanliegen

Projektleitung

Lauf-
zeit

verortete
Bildungs-
stufe

cammino – Mehrsprachigkeit am Übergang zwischen Kita und Grundschule

In dem Projekt wird zum einen das Vorgehen von pädagogischen Fachkräften (Erziehern und Lehrern) und Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin bei der Sprachstandserhebung mehrsprachiger Kinder untersucht. Zum anderen wird in einer Längsschnittstudie der Sprachstand der Kinder anhand psycholinguistischer Verfahren erhoben und mit der Einschätzung der verantwortlichen Akteure (z.B. bei vierjährigen Kindern: Erzieher, Kinderarzt, Eltern) verglichen, um Über- und Unterschätzungen zu untersuchen.

 

Prof. Dr. Petra Schulz, Dr. Angela Grimm

 

2011-
2015

Elementar-
bereich, GS

Investigating Parental and Other Caretakers' Utterances to Kindergarten Children (INPUT)

Das Projekt untersucht den Einfluss des Inputs in der Familie und im Kindergarten auf die Sprachentwicklung von monolingual Deutsch und bilingual Türkisch-Deutsch sprechenden Wiener Kindern. Dabei werden in beiden Gruppen sowohl bildungsnahe als auch bildungsferne Familien untersucht. Die Kinder werden im Alter von 3 bis 4;6 Jahren vier Mal in alltäglichen Interaktionen zu Hause und im Kindergarten aufgenommen, sprachliche Tests und Interviews runden die Datenerhebung ab.

 

emer. Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang U. Dressler

 

2012-
2015

Elementar-
bereich

Professionelle Kompetenzen angehender LehrerInnen (Sek I) im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZKom)

Ziel ist die theoretische Modellierung von Kompetenzen und Standards für den Bereich Deutsch-als-Zweitsprache in ihrer Relevanz für Mathematik-Lehramtsstudierende der Sekundarstufe I sowie Entwicklung eines Instruments zur empirischen Überprüfung des Modells.

Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe

2012-
2015

Sek I

Wortschatzbasierte Lesestrategieförderung (ESKIMO-Studie)

Entwickelt wird ein Trainingsprogramm zur Verbesserung der Lesekompetenz durch ein wortschatzbasiertes Lesetraining für Kinder in der Grundschule. Das Training soll durch die Förderung des Wortschatzes und durch das Training des Einsatzes von Lesestrategien den Leseerwerb positiv unterstützen. Es wird in Grundschulen in und um Paderborn im Rahmen einer wissenschaftlichen Unteruchung in Hinblick auf seine Möglichkeiten und Grenzen geprüft. Das Trainingsprogramm ist binnendifferenziert und wird sowohl für Kinder mit und ohne Deutsch als Zweitsprache entwickelt.

Prof. Dr. Frank Hellmich (Grundschulpädagogik)
Dr. Sandra Niebuhr-Siebert (Germanistik)
(Paderborn)

2010-
2012

GS

Sprachliche Kompetenzen Pädagogischer Fachkräfte (SpracfhKoPF) - angesiedelt im Rahmen der BMBF-Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung

Primäres Ziel des Projekts ist es, in einer praxisrelevanten Ist-Soll-Analyse die Qualifikation von pädagogischen Fachkräften (PFK) in zentralen theoretischen und angewandten Bereichen der Sprachstandseinschätzung und der Sprachförderung zu untersuchen.

Prof. Dr. Rosemarie Tracy (Mannheim)

2009-
2012

Berufsleben
(PFK im
Elementar-
bereich)

Evaluationsstudie zum Projekt „Migration – Integration – Begabungen fördern“

Wissenschaftliche Begleitung und Validierung von (Sprach-) Förderprojekten in Kindergärten und Grundschulen.
Lassen sich Erfolgsfaktoren, die wirklich zur Steigerung der Bildungschancen führen, identifizieren?

Dr. Ira Gawlitzek,
Prof. Dr. Rosemarie Tracy (Mannheim)

2009-
2015

Elementar-
bereich,
GS

Essener Projekt zum Spracherwerb von Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion (ESA)

In welchen Sequenzen verläuft der Spracherwerb bei einzelnen Lernern, welche psychosozialen Faktoren beeinflussen den Spracherwerb, wie entwickeln sich herkunftssprachlich bedingte Fehler in den verschiedenen Stadien bei verschiedenen Personen, lassen sich in Abhängigkeit von psychosozialen Faktoren udn vom Faktor Alter Unterschiede in den sprachlichen Entwicklungen in den verschiedenen Sprachbereichen (Phonetik, Morphologie, Syntax, Lexik) nachweisen, korrelieren einzelne Bereiche in ihrer Entwicklung?

Prof. Dr. Dr. h.c. Rupprecht S. Baur
(Essen)

seit
den
90ern

Heran-
wachsende
und
Erwachsene

Frühförderung von DaZ-Kindern in einer Pilot-Kita

Fragestellungen: Was brauchen Erzieherinnen, um sprachliche Frühförderung durchführen zu können? Wie verläuft die Sprachentwicklung der von ihnen geförderten Kinder? Welche sonstigen Einflussfaktoren gibt es?

Prof. Dr. Ingelore Oomen-Welke, Yvonne Decke (Freiburg)

2005-
2010

Elementar-
bereich

MiKi – Wissenschaftliche Begleitforschung der vorschulischen Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund in Bielefeld

Erforschung der zweitsprachlichen Entwicklung von vier- bis sechsjährigen Kindern unter Berücksichtigung der Bedingungen innerhalb der Sozialisationskontexte Elternhaus, KiTa und Sprachfördermaßnahme.

Prof. Dr. Claudia Riemer (Bielefeld)

2006-
2010

Elementar-
bereich

BeFo: Bedeutung und Form: fachbezogene und sprachsystematische Förderung in der Zweitsprache

Im Projekt wird die Wirksamkeit der beiden Förderansätze Focus on Meaning bzw. Form für DaZ-Grundschulkinder überprüft und verglichen.

Prof. Dr. Heidi Rösch (Karlsruhe);
Prof. Dr. Petra Stanat (Berlin)

2009-
2012

GS

Was liest du? Mehrsprachige Kinder- und Jugendliteratur im europäischen Kontext

Sammlung mehrsprachiger Texte der Kinder- und Jugendliteratur, deren Potenzial für den Einsatz in Kindertagesstätten sowie Schulen theoretisch und praktisch modelliert wird

Prof. Dr. Anja Ballis (Weingarten)

seit
2009

Elementar-
bereich,
GS,
Sek I

Wissenschaftliche Begleitung des Programms „Sag’ mal was – Sprachförderung für Vorschulkinder“ der Baden-Württemberg Stiftung (ehem. Landesstiftung Baden-Württemberg)

Die Ziele der wiss. Begleitung bestanden im Wesentlichen darin festzustellen, ob die Sprachförderung die erwarteten Effekte zeigte, sowie zu erfassen, welche Faktoren in besonderer Weise zum Erfolg der Sprachförderung beitrugen.

Prof. Dr. Barbara Gasteiger-Klicpera;
Prof. Dr. Werner Knapp;
Prof. Dr. Diemut Kucharz
(Weingarten)

2005-
2009

Elementar-
bereich

Dramapädagogik für junge Zuwanderer: Sprachförderung und interkulturelles Lernen

Ziel ist, das Potential drama-pädagogischer Methoden für den Bereich Deutsch als Zweitsprache in Hinblick auf Spracherwerb und interkulturelle Aspekte bezogen auf konkrete Anwendungskontext (Übergangsklassen und Integration in Regelklassen in Bayern) zu untersuchen.

Heike Mengele (Augsburg)

2010-
2012

Sek II

Chancen der Vielfalt nutzen lernen

„Chancen der Vielfalt nutzen lernen“ ist ein Projekt des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Es berücksichtigt Erfahrungen des Projekts „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ der Stiftung Mercator. Anliegen des Projekts ist die sprachliche Förderung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte.

Prof. Dr. Klaus-Michael Köpke;
Dr. Sabina Schroeter-Brauss (Münster)

2009-
2013

GS

Entwicklung der mündlichen und schriftlichen Kompetenzen in der Erst- Zweit- und Fremdsprache bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen mit türkischem Hintergrund in Frankreich und Deutschland (MULTILIT)

Im Projekt werden die Sprach-kompetenzen mehrsprachiger Kinder und Jugendlicher (Klassenstufe 5,7, 10, 12) mit Migrationshintergrund in Deutschland (Berlin) und Frankreich (Lyon, Paris) untersucht und zueinander in Beziehung gesetzt, und zwar in ihrer Familiensprache (Türkisch bzw. Kurdisch), ihrer Umgebungs- und Schulsprache (Deutsch bzw. Französisch) sowie in ihrer Fremdsprache Englisch.

Prof. Dr. Christoph Schroeder (Potsdam);
Dr. Mehmet-Ali Akinci (Lyon);
Prof. Dr. Carol Pfaff (Berlin)

2010-
2013

GS,
Sek I,
Sek II

Förderdiagnostik Sprachlicher Entwicklung im Schulalter (FISA)

1. Wie kann der Stand und die Entwicklung der Sprachaneignung mehrsprachiger Kinder und Jugendlicher so beschrieben werden, dass die Förderung und der Unterricht darauf aufbauen können?

2. Wie können Kinder und Jugendliche, die einen erhöhten Förderbedarf in der Zweitsprache Deutsch aufweisen, mit einem ökonomischen Verfahren identifiziert werden?

Jun.-Prof. Dr. Stefan Jeuk (Ludwigsburg)

2010-
2013

GS,
Sek I

Sprachförderung von Migrantenkindern im Kontext frühen naturwissenschaftlich-technischen Lernens

Erforscht wird das Sprachförder-potenzial fachlich eingebetteter DaZ-Förderung im frühen natur-wissenschaftlich-technischen Lernen (Elementarbereich und 1. Klasse). Schwerpunkte sind konkrete erfolgreiche Förderstrategien, der Blick auf bildungssprachliche Elemente und Anknüpfungen zu fachlicher und kognitiver Förderung.

Prof. Dr. Charlotte Röhner (Wuppertal)

2006-
2009

Elementar-
bereich,
GS

 

Weitere Projekte zum Thema:

  • Förderunterricht und Deutsch-als-Zweitsprache-Erwerb (FöDaZ), Homepage
  • Kieler Modell
  • PROSA - Altersspezifische Sprachaneignung - ein Referenzrahmen, Homepage

Vom BMBF gefördert: Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung (FISS)